Sonntag, 21. Februar 2021

Der Frühling und seine Geschenke - Zecken und andere lästige Parasiten

Jedes Jahr wieder treffe ich dieses Thema durch meine Praxisarbeit an. Über die ganzen Exoparasiten wird sobald es wärmer wird immer häufiger gesprochen und diskutiert. Deswegen möchte ich nur kurz die Erkennung ansprechen und dann ein paar bewährte natürliche Möglichkeiten zum Schutze unsere Schmusetiger, vor Parasiten vorstellen.

Beinahe jede fünfte Katze leidet unter kleinen Quälgeister. Nebst dem das Flöhe und auch Milben jucken und Allergien auslösen können. Können Flöhe sogar Bandwürmer übertragen. Jede Katze die das Privileg hat raus zu dürfen kommt gerne mit Zecken in Kontakt. Hunde selbstverständlich beim Spaziergang mit seinem Menschen. Es ist durch die gute Aufklärungsarbeit bekannt, dass Zecken Krankheitserreger wie beispielsweise Borreliose-Bakterien übertragen können.

Es gibt auch Katzen/ Hunde die sich nicht öffters kratzen trotz Floh- oder Milbenbefall. Flobefall, ja, nein? Dafür eignet sich der altbewährte Test mit dem Flohkamm und feuchtem weissem Tuch. Einfach das Fell des Vierbeinigen Lieblings an verschiedenen Stellen durchkämmen. Den Kamm dann anschliessend auf dem feuchten weissem Tuch ausschütteln. Nun können wir den schwarzen Flohkot erkennen, den dieser wird sich auf dem feuchtem Tuch rostbraun färben.

Milben sind auch nicht zu unterschätzen und können durch kämmen über einem hellen Tuch sichtbar gemacht werden. Zecken finden wir meistens durch normales kraulen unserer Katzen und Hunde. In stark Zeckenbelasteten Regionen empfehle ich, die Katzen/ Hunde nach dem Frei-/ Ausgang zu “untersuchen”. Meistens verstecken sich die Tierchen an sehr warmen Stellen wie z.B. Unter/ hinter den Ohren.

Genug Theorie. Alle kennen wir die Spot-On Präparate sowie Parasitenshampoos und ähnliches. Gerne stelle ich nun ein paar vergessene Hausmittel und auch bereits bekannter gewordene natürliche Präventionsmethoden der Krabeltierchen vor. Einige eignen sich zur Vorsorge und andere können sogar bei akutem Befall Hilfe geben. Es ist eine kleine Auswahl. Natürlich habe ich diese bereits vielfach getestet und positive Erfahrungen gemacht. Nun wünsche ich viel Spass beim schöckern.


Bei Flöhen:

Nur 5% der Flöhe sind tatsächlich auf dem Wirtstier die anderen Blutsaueger verteilen sich in der Wohnung. Am liebsten in Teppichen, den Schlafplätzchen der Stubentiger u.ä. Bei Flöhen ist es also elementar den Flohzyklus zu unterbrechen. Das bedeutet das befallene Tier behandeln den Restbestand empfehle ich vorbeugend zu behandeln und dann das ganze Zuhause gründlich reinigen. Ich empfehle das Zuhause während 14 Tagen mit einem Präparat zu reinigen welches desinfiziert. Alles was waschbar ist bei mind. 60 C° waschen und umbedingt mit dem Wäschetrockner trocknen. Nach 14 Tagen werden die Tiere nochmals behandelt. Bei stärkerem Befall empefhle ich diesen Vorgang über 6 Wochen alle zwei Wochen zu wiederholen. Vorbeugebehandlung macht natürlich nach Befall sinn.

Behandlungsmöglichkeiten:

Kieselgur. Sie können Katze/ Hund mit Kieselgurgranulat einreiben und diesen im Haus und Garten verstreuen. Dies eignet sich vor Allem bei Vierbeinern die nicht gerne baden.

Rosmarin. Gemahlener Rosmarin ist ebenfalls gut zum verstreuen der Umgebung. Ausserdem kann aus Rosmarin ein „Anti-Floh“- Shampoo gemacht werden: 2 Tassen frischen Rosmarin in kochendes Wasser geben. 30 Minuten kochen lassen. Den Sud in 4 Liter warmes Wasser lehren. Das Tier damit waschen, z.B. Coonies baden glücklicherweise gerne :-) danach einfach trocknen lassen. Hier bitte unbedingt beachten: Rosmarin NICHT in der Trächtigkeit oder bei Trächtigen Tieren im Bestand!!!

Essig. Am besten eignet sich Apfelessig. Wasser und Essig zu zwei Teilen mischen und das Tier damit baden oder das Fell besprühen. Der Pelz sollte richtig feucht werden. Mit dem Flohkamm kämmen wir nun die toten Flöhe raus.

Ätherische Öle. Da gibt es verschiedene Präparate im Handel zu kaufen, bitte darauf achten, dass für die Katze KEIN Teebaumöl enthalten ist! Dieses ist toxisch für die Katze. Bei Hunden ist Teebaumöl i.d.R. Kein Thema.


Bei Milben:

Milben sind kleine Spinnentiere und sind nicht zu unterschätzen. Die bekannteste ist die Herbstgrasmilbe. Sie verstecken sich gerne an warmen Körperstellen. Meist bei den Pfoten und oder Ohren. Es gilt die betroffenen Stellen gut zu säubern und behandeln.

Behandlungsmöglichkeiten:

Paraffinöl. Betroffene Stellen mit einem Gemisch aus ca. 20 Tropfen Öl & 100ml Wasser besprühen. Ohren am nächsten Tag mit Wasser getränktem Wattebausch reinigen.

Ätherische Öle. Gleich zu handhaben wie bei Flöhen. Allerdings empfehle ich hier nur vorgefertigte Mischungen den wir gehen bei Milben geziehlt auf die betroffenen Stellen.


Bei Zecken:

Zecken müssen entfernt werden mit den Händen- wers kann oder einer Pinsette. Im Handel gibt es praktische Zeckenentferner aus plastik, die ich sehr gerne nutze.

Behandlungsmöglichkeiten:

Entfernung der Zecke.

Ringelblumensalbe. Bei irritationen der Haut kann Ringelblumensalbe aufgetragen werde. Diese wirkt desinfizierend und tut der Haut gut.


Und nun die Vorbeugemöglichkeiten. Die praktischerweise gegen alle genannten Parasiten helfen können.


Vorbeugungsmöglichkeiten:

Schwarzkümmelöl. Ins Trinkwasser oder unters Futter einige Tropfen Schwarzkümmelöl und auch auf die Bürste vom Hund. Bei Katzen empfehle ich Schwarzkümmelöl auf das Halsband zu träufeln.

Ätherische Öle. Mischungen aus dem Handel oder ein Tropfen Rosmarin- Öl auf das Fell im Nacken reiben. Bitte wieder Trächtigkeit beachten und KEIN Teebaumöl, Lavendel oder Neem bei Katzen.

Kokosöl. Gegen Zecken. Einmal täglich etwas Kokosöl ins Fell und an Ohren, Nacken und Rücken einmassieren.
Immunsystem. Das Immunsystem stärken und Intakt halten ist die wichtigste und beste Vorsorge gegen Parasiten aller Art. Schwarzkümmelöl stärkt übrigens das Immunsystem genauso gut wie Mariendistel oder Hagebutenpulver.


Als Heilsteintherapeut möchte ich noch den Bernstein und Rhodonit erwähnen welche beide sehr effiziente Zecken und Ungezieferabwehr gelten. Bernstein sollte vom Tier getragen werden. Mit dem Rhodonit kann "Rhodonitwasser" gemacht werden und dieses als Trinkwasser angeboten werden. Dazu einen Rhodonit Trommelstein über Nacht in Wasser "einlegen". Morgens in den Napf umfüllen.

Gerne möchte ich noch sagen, wenn etwas in den Trinknapf gegeben wird bitte ein zweiter neutraler Trinknapf anbieten.

Ich wünsche allen Lesern einen wundervollen Frühlingsanfag ohne unerwünschte Krabeltierchen.


Das war dann Heute mein Wort zum Sonntag.


Schönen Start in die kommende Woche euch allen.


Jean de Carvalho

 

 

Bijou im hohen Gras

Nicht nur im Wald, auch auf Wiesen gibt es Ektoparasiten.

Auch Kratzbäme müssen gereinigt werden.

1 Kommentar:

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