Mittwoch, 29. Juni 2022

Zusatzstoffe oder doch keine? | Neumondblog

Heute möchte ich mal wieder von einem sehr prakrischen Thema berichten. Ein Futtermittel hat ja eine enorme Menge an Infos auf seiner Verpackung und dies macht es als Tierbesitzer*in oft schwer überhaupt die wichtigen von den weniger wichtigen Infos zu unterscheiden oder überhaupt zu erkennen was jetzt was bedeutet.

Wissen ist Macht, heisst es und ich denke wir alle sind auf die Macht, unsere Tiere zu besten Wissen und Gewissen zu halten und zu ernähren angewiesen. Also holen wir uns doch etwas Macht aka Wissen, zu diesen Tiefen einer See an Infos auf einem Futtermittel.

Zuersteinmal müssen wir uns innerhalb der ganzen Informationen auf einer Verpackung orientieren können. Dies ist einfacher als gedacht! Denn gut 3/4 oder teilweise sogar mehr, des Textes können wir als Werbetext oder Werbefläche einordnen. Es werden über die Firma, das Produkt oder einzelne Bestandteilen des Produktes informiert. Manche Futter haben sogar Mengenangaben als Werbetext enthalten! Wer weiss, was Werbetext ist und was nicht, hat da schon viel Einschätzungsmacht gewonnen.

Die für uns Tierbesitzer*innen relevanten Angaben finden wir also in der Zusammensetzung. Die fettgedruckte Überschrift „Zusammensetzung“ finden und den darauffolgenden Text analysieren, ist der einzige verlässliche Weg ein Produkt einschätzen zu können.

Manche bleiben an den Analytischen Bestandteilen hängen. Dort wo ihr die „Roh-Angaben“ wie z.B. Rohprotein, Rohfett, Rohfaser etc. Findet. Diese Angaben sind für mich als Fachperson in Ernährung und Tiergesundheit wichtig und auch aussagekräftig. Als Tierbesitzer*in jedoch sagen diese Angaben viel zu wenig bzw. Gar nicht aus! Denn die Qualität des Futtermittels ist nicht ersichtlich in dieser Weender-Analyse.

Zitat: „Bei der weltweit verwendeten Weender-Futtermittelanalyse werden nicht einzelne, chemische definierte Nährstoffe erfasst, sondern Gruppen von Inhaltsstoffen mit bestimmten Eigenschaften. Innerhalb einer solchen Gruppe können sich chemisch und funktionell äusserst unterschiedliche Stoffe verbergen. Aus diesem Grunde spricht man bei der Weender-Analyse erhaltenen Werten von „Roh“-Nährstoffen wie z.B. vom „Rohprotein“. “

Helmut Meyer & Jürgen Zentek: Ernährung des Hundes. Grundlagen – Fütterung – Diätetik, 8. Auflage, Enke Verlag, Stuttgart 2016

Dies bedeutet, dass Rohprotein einerseits eine Mindestangabe ist und somit der angegebene Wert darüber liegen kann. Andererseits ist gibt es keinen Hinweis auf Verwertbarkeit oder Qualität des enthaltenen Proteins! So kann ein Futtermittel aus mehrfach verarbeiteten Eiweiss bestehen, welches leider mehr Schaden als Nutzen bringt.

Ebenso ist auch die Rohfettangabe nur eine Mindestangabe, kann auch darüber liegen und bringt auch keinen Hinweis auf Verwertbarkeit oder Qualität des enthaltenen Fetts. Es könnte böse gesagt auch einfach Motorenöl als Fett enthalten sein. Dies sei so extrem dahin gestellt um zu verdeutlichen wie unspezifisch diese analytischen Werte sind.

Um das dritte Beispiel auch zu nennen: Die Rohfaser ist im Gegensatz zu den beiden ersten Beispielen ein Höchstgehalt. Hier wird meist eher weniger Rofaser im Futter sein als angegeben.

Nun sollte klar sein, weswegen es sich als Tierbesitzer*in nicht lohnt bei der Weender-Analyse hängen zu bleiben! Denn die Macht über die Gesunderhaltung eines Futtermittels ist in deren Inhaltstoffen und der Verarbeitung derer. Heisst in klartext nur in der Zusammensetzung finden wir diese Informationen!

Zum Titel dieses Blogs: Zusatzstoffe oder doch keine?

Auf der von uns benannten Werbefläche, kann alles stehen. Da steht auch gerne mal, dass es 70% Fleisch in einem Futtermittel hat obwohl wir diese 70% dann nicht mehr in der Zusammensetzung finden. Oder diese Fleischangabe in der Zusammensetzung in Klammern deklariert ist. Zum Beispiel: „Zusammensetzung: Huhn (70%), ...“ Hier heisst es also es hat „Huhn“ im Produkt und davon unter Anderem/ im Idealfall 70% vom Huhn.

Kann ein Produzent nicht angegeben Menge an Huhn verarbeiten wegen z.b. Rohstoffknappheit darf hier also quasi mit Anderem aufgefüllt werden. Wobei „Huhn“ schon eine sehr schwammige Aussage ist! Denn es wird hier nicht definiert ob Hühnchenfleisch, Hühnermagen, Hühnerherzen oder Hühnerfedern. Alles Komponenten die verarbeitet werden dürfen in einem Futtermittel und in gegebenen Mass auch Sinn machen können. Innereinen sind gerade für Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien) wichtig, jedoch ist es da eben wichtig nicht nur „Innereien“ deklariert zu haben, sondern die genauen Angaben welche zu welcher Menge enthalten sind. Weil ein Zuviel/Zuwenig auf dauer ein Problem darstelllen. Das Gleiche gilt bei jedem Inhaltstoff.
Federn muss ich denke ich nicht gross thematisieren, dass diese bestimmt nicht als Hauptbestandteil eines Futters sinnvoll sind. Gerade wenn wir wissen, dass eben Schadstoffe in Fell bzw. Federn „gespeichert“ sind.

Ebenso liest Mensch gerne: „ohne künstliche Konservierungsstoffe!“ oder: „ohne Zusatzstoffe!“ Ist das so?

Leider nein! Auch hier ist dieser Text in der Regel im „Werbebereich“ des Futtermittels. In der Zusammensetzung selbst werden Zusatzstoffe auch nicht ersichtlich. Okey für Fachpersonen wie ganzheitliche Ernährungsberater*innen schon aber für Tierbesitzer*innen def. Nicht!

Um zu sehen ob es Zusatzstoffe hat, sucht Mensch unter der Zusammensetzung die Überschrift „Zusätze“ oder „Ernährungsbiologische Zusätze“ oder ähnliche Überschrift. Wer diese Überschrift findet weiss, es hat Zusätze!

Hier gibt es eine klare Regelung: Sind keine Zusatzstoffe deklariert sind keine hinzugefügt worden. Hat es jedoch eine Spalte "Zusatzstoffe", dann hat es da auch welche enthalten.
Aber es ist wichtig zu beachten, dass die Rohstoffe trotzdem mit Zusatzstoffen versehen sein könnten.

Wenn ein Futterhersteller vom Produzent Inhaltsstoffe bezieht, die der Produzent bereits mit Zusatzstoffen angereichert hat, und der Futterhersteller selbst keine Zusatzstoffe mehr beifügt, gilt das Futtermittel als zusatzstofffrei und muss diese Zusätze auch nicht deklarieren.

Also ja, leider hat auch da der Futtermittelhersteller mehr Spielraum als wir Tierbesitzer*innen. Es kann hier auch helfen auf dem Produkt zu lesen ob es ein Alleinfuttermittel ist oder nicht, denn ein Alleinfuttermittel ist dafür gemacht, dass nur dieses nonstopp gefüttert werden kann (was an sich schon problematisch ist, aber dass für einen anderen Blog). Deswegen haben solche Alleinfuttermittel in so gut wie alllen Fällen Zusatzstoffe auch wenn diese nicht deklariert sind. Im Zweifel kann Tieresitzer*in übrigens auch Futter in ein unabhängiges Labor zur Analyse senden oder den Futtermittelproduzenten selbst anfragen.

Manche Zusätze können sogar sinnvoll sein! Es gibt Futtermittel die tatsächlich nur Mikronährstoffe ergänzen welche in der Hauseigenen Mischung zu knapp vorhanden sind. Selten, aber gibt es! Dies erkennt Mensch daran, dass im Zusatzstoffabschnitt nicht alle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aufgeführt sind, sondern nur einzelne und dies in eher niedrigeren Mengen im Vergleich zu herkömmlichem Industriefutter.

Zum Abschluss dieses Blogs noch eine kurze Liste mit Infos zu ein paar Zusatzstoffen und Konservierungsstoffen.

Zusatzstoffe Vitamine?
Sind lebensnotwendige Nährstoffe, die der Organismus nicht selbst oder nicht in ausreichenden Mengen herstellen kann. Sie müssen deswegen in der Nahrung enthalten sein. Sind sie es nicht, kommt es zu Stoffwechselstörungen mit Mangelerscheinungen und Folgeerkrankungen. Sie nehmen nämlich an vielen Stoffwechselprozessen als Katalysatoren teil, vermitteln also Reaktionen, ohne selbst daran beteiligt zu sein.

Vitamine sind nur zu deklarieren, wenn diese beigemischt wurden. Denn natürlich vorkommende Vitamine in den Inhaltsstoffen können nicht gemessen werden ohne diese zu extrahieren. Die synthetischen Vitamine in Präparaten unterscheiden sich chemisch deutlich von natürlichen Vitaminen in Nahrungsmitteln und unserem Körper.

Mineralstoffe werden in Mengen- und Spurenelemente aufgeteilt. Mineralstoffe sind anorganische Stoffe, die Katze und Hund nicht selbst herstellen können. Somit sind sie darauf angewiesen, diese durch die Nahrung aufzunehmen. Einige Mineralstoffe können falsch dosiert toxisch bis tödlich sein. Die Mineralien stehen in Verbindung zueinander, dies bedeutet, dass ein Überschuss eines Minerals die Aufnahme eines Anderen vermindern oder sogar verhindern kann.

Taurin: Bei der Katze werden Gallensäuren in der Leber ausschliesslich mit Taurin zusammengesetzt. Sie kann darum einen Taurinmangel wegen Unterversorgung nicht wie andere Tierarten kompensieren.

Vermeintlich „natürliche“ Konservierung mit Vitamin C oder Vitamin E. Diese Stoffe werden heute synthetisch hergestellt.

Künstliches Vitamin C wird von gesunden Hunden in der Leber selbstständig gebildet. Somit ist die hochkonzentrierte, zugefügte Ration im Futter bereits ein Zuviel, welches zusätzlich den Organismus veranlasst seine Eigensynthese zu stoppen und dadurch eine Abhängigkeit vom künstlichen Vitamin C provoziert. Es steht unter Verdacht, Magendrehungen zu begünstigen und soll mitverantwortlich sein bei Nierensteinbildung, Wachstumsstörungen und Krebs, da es am Zellstoffwechsel beteiligt ist.

Künstliches Vitamin E wirkt ebenfalls in hohen Dosierungen. Zu hohe Gehalte
können eine blutverdünnende Wirkung haben, zu Fruchtbarkeitsstörungen
beitragen, Magen-Darm-Beschwerden verursachen, Herz- und Zuckerkrankheiten
verschlechtern und sollen gemäss einer amerikanischen Studie das Sterberisiko
bei täglichen Überdosen erhöhen. Es wird aus genmanipuliertem Unkraut
gewonnen. Es kann die Aufnahme und den Transport anderer fettlöslicher
Vitamine herabsetzen.

Wer mehr darüber wissen und lernen möchte für sich, die eigenen Tiere oder sogar um anderen Tierbesitzer*innen helfen zu können: Die nächste sehr umfassende Ausbildung zur tierärztlich geprüften, ganzheiltichen Ernährungsberater*in für Katze und Hund nach JdC startet diesen Sommer/Herbst (Daten nach absprache)!

Anmelden und Infos auf meiner Schulwebsite: www.casa-colina.ch/

Grüsse zum Neumond


Jean de Carvalho

da war Nika noch ganz klein

 


Ausschnitt einer Arbeitsfolie im online-Lehrgang "tierärztlich geprüfte, ganzheitliche Ernährungsberater"in Katze und Hund nach JdC"

Noch ein Ausschnitt einer arbeitsfolie, hier beim Aufschlüsseln von Futtermittelettiketten...

Auch hybrid-Unterricht ist normal bei mir und meinen Dozentinnen im Casa-Colina: So haben wir Klassen mit Online-Schüler*innen und Schüler*innen vor Ort.


Weil es eben wichtig ist, was in den Napf kommt!


Montag, 30. Mai 2022

Über mein Lieblingsorgan – das Pankreas - die Bauchspeicheldrüse | Neumondblog

Es ist so weit, ich möchte euch ein, so finde ich, wichtiges und oft unterschätztes Thema welches mein Lieblingsorgan, das Pankreas betrifft näherbringen. Dabei geht es um die Pankreasschwäche.

Zuerst ein paar Basics.

Das Pankreas oder zu Deutsch die Bauchspeicheldrüse ist ein endokrines Gewebe. Sie produziert innere und äussere Inkrete bzw. Exkrete/ Sekrete weswegen sie DAS Verdauungsorgan ist.

Sie speichelt also quasi herum. Ihr Speichel – Verdauungssäfte.
Innere Sekretion, bedeutet die Inkrete werden direkt in die Blutbahn abgegeben, wie z.B. die Hormone Insulin und Glukagon (Blutzuckerregulation).

Äussere Exkrete werden in den Darm abgegeben wie z.B. Verdauungsenzyme und Bikarbonat (alkalische Puffersubstanz um Magensäure abzupuffern).

Das Pankreas ist ein Erschaffer. Dank des Erschaffens von Verdauungsenzymen, liegt das Pankreas in der ständigen Gefahr, sich selbst zu verdauen.

Ja, der Kopf des Pankreas liegt in der Zwölffingerdarmschleife herum.
Das Pankreas besteht aus Kopf, Körper und Schwanz.

Die kleinste funktionelle Einheit des Pankreas sind beerenförmige Drüsen, sie befinden sich um die Drüsengänge herum. Zwischen diesen Drüsengängen befinden sich, eingestreut, einzelne Zellinseln, der sogenannte Langerhans-Inselapparat (nach ihrem Entdecker benannt). Diese Inselzellen produzieren vor allem die Hormone Insulin und Glukagon, aber auch Hormone, die z.B. die Ausschüttung von Pankreassaft regulieren.

Die Bauchspeicheldrüse ist wie schon erwähnt ein zentrales Organ des Verdauungsapparates und unseres Körpers auf allen Ebenen (körperlich, emotional, mental). Doch nicht deswegen wurde sie mein Lieblingsorgan. Nachdem ich sie als zentrale Einheit erkannt hatte, wurde sie mir nur noch lieber. Was mich an ihr faszinierte von Beginn an und noch heute, ist ihr mannigfaltiger Einfluss auf so vielen Ebenen. Verdauung ist wohl die offensichtlichste, doch auch unsere Psyche und somit unser Nervensystem und unsere Ausgeglichenheit, wird durch sie beeinflusst.

Mit uns meine ich uns Säugetiere, Katze, Hund, Mensch...

Eines meiner Praxis-Meridianbilder:
Magen- & Milz-Pankreasmeridian.

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt Milz und Pankreas als ein Organ, weswegen es ein Meridian, nicht zwei formt. Als Körpermitte ist das Pankreas, welches körperlich gesehen zusammen mit dem Solarplexus die Lebensenergie aufnimmt und diese an Organsysteme weiterleitet ein Verdauungsorgan von jeglicher Form von Nährendem.
Das Pankreas und der Solarplexus sind also darauf angewiesen, dass wir bewusst jegliche Form von Energien aufnehmen oder eben nicht aufnehmen. Sei es Energie in Form von Nahrung, Emotionen, gesellschaftlichen Glaubenssätzen oder sonstigem.

Bereits zu Beginn meiner Berufung kam ich mit der Pankreasschwäche in Kontakt und sie mauserte sich schnell von meinem Lernfeld zu einer meiner Spezialfelder. So bin ich noch heute einer der Ernährungsberater und Tierheilpraktiker die Bauchspeicheldrüsenschwächen, entgegen der gängigen Schulmeinung, meist ohne Verdauungsenzympräparate erfolgreich unterstützt. Dies liegt, denke ich, vor allem daran, dass ich irgendwie ein Gespür für dieses Organ habe obwohl eine Schwäche laut Schulmeinung erst Krankheitsanzeichen zeigt, wenn ca. 90% des Pankreas nicht mehr richtig funktionieren. Allerdings spricht man dann bereits von einer exokrinen Pankreasinsuffizienz.

Eine Pankreasschwäche bedeutet also, dass das Pankreas zu wenig Verdauungsenzyme herstellt. So hat es zu wenig dieser Verdauungssäfte um das Futter genügend aufschliessen zu können. Es gibt vier unterschiedliche Ursachen dieser Schwäche.

Ich beginne mit der unwahrscheinlichsten Ursache, die Ursache Tumor. Ist möglich, jedoch selten und hatte ich selbst noch nie in der Praxis.

Als Folge einer sehr heftigen akuten Pankreasentzündung (Pankreatitis) kann so viel des Bauchspeicheldrüsengewebes zerstört werden, dass diese nicht mehr richtig arbeiten können und als Folge zu wenig Verdauenssäfte produziert werden können. Kommen wir zu dem wahrscheinlicherem Grund.

So ist eine chronische Pankreatitis als Ursache einer Pankreasinsuffizienz viel plausibler. Denn die Entzündungsschübe der Bauchspeicheldrüse, die immer wieder kehren, können so schleichend und unauffällig passieren, dass sie übersehen werden können. V.a. Wenn Tierbesitzer*innen nicht wissen auf was es zu achten gilt, oder sie gar nicht ernst genommen werden bei Fachpersonen, weil sie vielleicht eben schon Symptome erkennen, wenn es sich noch nicht um eine Pankreasinsuffizienz handelt, sondern erst eine Bauchspeicheldrüsenschwäche besteht.

Genau so häufig, wie die eben genannte Form, begegne ich in meiner Praxistätigkeit der juvenilen Form einer Pankreasschwäche. Offiziell lautet die Ursache bei dieser Form, die sich in jungen Jahren (Junghunde) ausprägt, erbliche Vorbelastung und die Vermutung einer Autoimmunreaktion steht da seit Jahren im Raum. Bedeutet, dass die Welpen mit gesundem, normal grossem Pankreas zur Welt kommen und aufwachsen, jedoch schon im Welpenalter eine Pankreasatrophie (Schrumpfung des Pankreas) geschieht, was zur Folge hat, dass nach einigen Monaten dieser Schrumpfung, die ersten Symptome auftreten können.

Grundsätzlich ist diese Schrumpfung irreversibel d.h. nicht umkehrbar und deswegen gilt, dass betroffene Tiere lebenslang Verdaungsenzympräparate benötigen. Hier muss ich mal wieder widersprechen, denn meine Erfahrung ist, wer frühzeitig reagiert und die offensichtliche Komponente Futter miteinbezieht, kommt um lebenslange Enzympräparate drum herum.

Warum Futter offensichtlich ist? Nun, die Bauchspeicheldrüse wird nicht nur im Zucker- bzw. Kohlenhydratestoffwechsel gebrauch, sondern auch in der Fett- und Proteinverdauung. Jedes Organ kann sich ideal entwickeln durch ideale Bedingungen, so auch die Bauchspeicheldrüse. Dazu gehört natürlich auch die Ernährung. Zudem benötigt die Bauchspeicheldrüse Vitalstoffe um ihre Säfte zu produzieren. Stellt man ihr genügend gut verdaubare, hochwertige und v.a. natürliche, artgerechte Vitalstoffe bereit, kann sie diese Stoffe auch nutzen. Warum natürliche und artgerechte Vitalstoffe?


Als ich vor Jahren, noch in der Ausbildung, zum ersten Mal mit einer Pankreasschwäche in Kontakt kam bei einer jungen Samojedenhündin. Durfte ich vom enormen Erfahrungswissen eines Tierheilpraktiker lernen, dass die ständige Unterstützung durch in Fertigfutter supplimentierte Vitalstoffe und Verdauungshilfen, die Entwicklung der Bauchspeicheldrüse benachteiligt werden kann. Schliesslich, so sagte er, würde das Organ nicht mehr arbeiten als es muss. Es gewöhnt sich also daran, dass gewisse Verdauungshilfen und ein Überschuss an Vitalstoffen da sind und somit lernt es, dass weniger gearbeitet werden muss. Sie wird zur Folge "faul".

Also wie ein Muskel, der nicht optimal genutzt wird und deswegen schrumpft.

Wähle ich nun also ein Futter welches auf die überdosierten Vitalstoffe und die Verdauungshilfen verzichtet, ist es wichtig, dass die nötigen Vitamine und Mineralien natürlich in den Rohstoffen des Futters vorhanden sind. Denn sind sie es nicht und es werden keine Vitalstoffe hinzugefügt, würde ja ein Mangel an Mineralien und Vitaminen die Folge sein. Eine Ausgewogene Ernährung ist also unumgänglich.
Damit diese Vitalstoffe auch genügend vom Körper aufgenommen werden können werden natürliche, möglichst unbearbeitete und qualitativ hochwertige Rohstoffe gewählt.

Nicht zu unterschätzen kommt dann noch die Tatsache, dass Pankreatitis durch suboptimales Futter entstehen kann. Also auch hier macht eine natürliche und der Art gerechten Ernährung Sinn als Vorbeugung.

Frühsymptome die ich beobachte (Erfahrungswert) sind eine Kombination von psychischen und physischen Symptomen. So sind es oft sehr magere, drahtige, eher unsichere, jedoch freundliche Hunde. Die Unsicherheit prägt nicht das ganze Leben, sondern ist Situation bezogen und körperlich fällt natürlich der Output hinten auf. So sind das Kotvolumen und Absatzintervall höher als das gefressene Futtervolumen. Bei Stress haben diese Hunde jedoch, spannender weise nicht unbedingt „Stressdurchfall“. Der Kot ist sehr hellbraun oder grau-ockerfarben und riecht eher säuerlich oder faulig (wie Packungs-Salat der zu lange in der Packung war), Blähungen und Juckreiz können auch beobachtet werden. Obsessives Fressen von ungeniessbaren ist ebenfalls ein Symptom welches gerne beobachtet wird, allerdings ist dies nicht mit der normalen Entwicklung zu verwechseln. Schliesslich haben Hunde und Katzen keine Hände um Dinge zu erkunden, also nehmen sie einfach alles in den Mund. Da Besitzer*innen dies oft missverstehen gibt es da schnell mal Spielchen, so dass Hund das Erkundete frisst, weil Hund es nicht dem Menschen abgeben möchte.

Fortgeschrittene Symptome (hier also schon Pankreasinsuffizienz) sind Durchfall, schleimiger heller oder dunkler Kot, sehr häufiger Kotabsatz von grossen, fetthaltigen und säuerlich-fauliger riechendem, teils nicht ganz verdautem Kot.

Durch die Vitalstoffmängel können sich natürlich auch Fell- und Hautveränderungen zeigen oder sogar Entwicklungsstörungen bei jungen Tieren.

Weil das Pankreas halt echt ein grosser Teil des Verdauungsapparates ist und sowohl Dünn- Dickdarm und darin enthaltenes Mikrobiom eine enge Beziehung mit der Bauchspeicheldrüse hat, gibt es auch diese unterschiedlichen Symptome. Deswegen machen wir doch kurz einen Ausflug in die Möglichkeiten der Abklärung bzw. Diagnosestellung.

Da Vitalstoffe, also Vitamine, Mineralien und Spurenelemente eine elementare Rolle bei der Verdauung spielen empfehle ich eine Blutuntersuchung bei dem der Gehalt an Vitamin B12 (Cobalamin), Zink und Folsäure gemessen werden kann.

Durch die Messung des TLI - trypsin linke immunoreactivity, mittels Blutuntersuchung kann eine Pankreasinsuffizienz und auch eine Pankreasschwäche einfach ermittelt werden. Sinkt der TLI so zeigt dies eine verminderte Arbeitsleistung des Pankreas an. Sinkt der Wert also unter den Normbereich, ist eine Pankreasschwäche/Insuffizienz eine Erklärung dafür. Da der TLI im Blut durch Futteraufnahme steigt, ist es wichtig vor der Blutentnahme Hund 12h fasten zu lassen.

Nach der möglichen Diagnose durch Tierarzt ist es spätestens Zeit die Ernährung anzupassen. Denn wie schon geschrieben, ist das Pankreas absolut Ernährungsabhängig um sich selbst gesund zu erhalten und um seiner Arbeit nachgehen zu können.

Durch den Verdauungsenzymmangel, durch die Pankreasschwäche/Insuffizienzkönnen Kohlenhydrate, Fette und auch Eiweiss nicht genügend aufgespalten werden. Werden diese Makronährstoffe nicht aufgespalten können sie nicht via Darmwand ins Blut aufgenommen werden. Wie in einem vorherigen Blog schon beschrieben, sind Hund und Katze auf Energie durch Fett ausgelegt. Weil die Fettverdauung besonders bei schwacher Bauchspeicheldrüse gestört ist, kommt es auch schnell zu einem Energieverlust. Kann Fett nicht gut aufgenommen werden, können natürlich auch die fettlöslichen Vitamine und B12 nicht gut aufgenommen werden. Diese ganzen Nährstoffe sollten also ergänzt werden, bzw. In hochverdaulicher Form hinzugefügt werden.

Durch zu wenig Vitamin B12 kann es dann zu einer Dysbiose kommen und diese kann dann zusätzliche Aufnahmestörrungen begünstigen. Zusammengefasst werden also generell elementare, überlebenswichtige Nährstoffe ungenutzt via Kot ausgeschieden.

Bei Vitamin B12 Mangel wird also B12 supplementiert. Immer wieder höre ich, dass da viele noch nicht up to date sind und ihren Tieren tatsächlich, die sehr schmerzhaften Vitamin B12 Spritzen einsetzen. Das ist echt nicht nötig! Ich arbeite seit vielen Jahren, erfolgreich mit einer bereits verfügbar gemachten Form des Cobalamins (B12) und zwar ist dies Methyl-Cobalamin in Tropfen oder Tablettenform. Vor vielen Jahren wurde ich noch belächelt, inzwischen gibt es Studien die zeigen konnten, dass hoch dosierte Methyl-Cobalamin Gaben in Tablettenform, eben auch super Erfolg bringen.

Da der Cobalamin Wert regelmässig übers ganze Leben kontrolliert werden sollte bei den betroffenen Tieren, konnte ich diese Studien also bestätigen bevor ich sie kannte. Ich halte es in meiner Praxis so, dass ich nach der ersten Blutentnahme für die Diagnosestellung beim Tierarzt, die Besitzer*innen instruiere, bereits das B12 via Methyl-Cobalamin Tabletten oder Tropfen niedrig zu substituieren. Wird der Mangel bestätigt kann dann direkt auf eine höhere Dosis gewechselt werden und so kann auch Zeit gespart werden. Denn sobald der Cobalamin Mangel ausgeglichen ist, reduziert sich i.d.R. Die Dosierung des enzymatischen Präparates bis auf die Hälfte, der empfohlenen Erstdosis.

Es gibt verschiedene enzymatische Nahrungsergänzungsmittel die ich bereits erfolgreich einsetzen durfte. Von Rechtregulat, fermentierten Lösungen, Papaya- und/oder Annanasenzymtabletten oder sogar Kräutermischungen, dank denen ein Enzympräparat vom Tierarzt massiv verringert werden konnte oder sogar überflüssig wurde.

Vorteile von Rechtregulat, fermentierten Lösungen und Kräutermischungen sind auch, dass die den Darm ins Gleichgewicht bringen können, probiotisch wirken und dies wiederum die Aufnahme der Nährstoffe begünstigt und bakterielle Infekte im Darm vorbeugen kann.

Die Enzympräparate sollen ja die Verdauung der Nährstoffe erhöhen. Also die weniger Arbeit die das Pankreas macht ausgleichen. Hier empfehle ich bei einer Schwäche des Pankreas grundsätzlich auf diese Enzympräparate zu verzichten um das Pankreas nicht noch mehr zum Couchpotato zu machen. Ich bevorzuge da eine Überversorgung von Vitalstoffen und hochverdauliche Nahrungsmittel, damit die Bauchspeicheldrüse die Funktion die sie noch hat auch genügend nutzen kann.

Generell gilt, je höher verdaulich das Futter ist, desto weniger Enzyme müssen zugesetzt werden. Egal welche Art der Enzympräparaten.

Natürlich gibt es inzwischen spezielles Tierarztfutter. Dies ist erfahrungsgemäss teuer, hat eine schlechte Akzeptanz und die Zusammensetzung lässt zu wünschen übrig. Denn die Rohstoffe, die in der Zusammensetzung ersichtlich sind, sind leider alles andere als der Art gerecht. So werden Stoffe vielfach verarbeitet um die Verdaulichkeit zu erhöhen. Viele Studien zeigen jedoch, dass genau diese ganzen Verarbeitungen zu endokrinen Problemen führen können. Also eben auch zu einer Pankreasschwäche oder Insuffizienz.

Keine Fachperson streitet ab, dass bei Pankreasschwäche eine hochverdauliche Nahrung im Vordergrund steht. Denn je besser verdaulich die Nahrung ist, umso weniger Arbeit muss das Pankreas leisten, umso weniger Enzyme müssen gegeben werden und umso kleiner wird der Kothaufen.

Tierarztfutter erreicht durch diese (leider suboptimalen) Verarbeitungen tatsächlich eine Bioverfügbarkeit (Verdaulichkeit) von gut 90% bei einem gesunden Tier. Dies entspricht einer 5% höheren Verdaulichkeit als konventionelles Industrietrockenfutter. Ich weiss, 5% klingt nach wenig... Doch diese 5% mehr Bioverfügbarkeit bedeutet auch, dass 25% weniger Kot ausgeschieden wird. Dies wird auch als Argument für diese Tierarztfutter genannt. Doch gewusst, dass mit artgerechter Fütterung durch Fleisch (-Dosen) eine Bioverfügbarkeit von 95% erzielt werden kann?! Mit entsprechenden Nahrungsergänzungen sogar bis zu 97% und bei einer Bioverfügbarkeit von 95% reduziert sich die Kotausscheidung um 50%!

Ebenso gilt eine hohe Qualität der Rohstoffe als eine Garantie für hohe Verdaulichkeit. Ich gehe da noch ein Stück weiter und empfehle nebst der Qualität auch darauf zu achten, dass die Inhaltstoffe v.a. tierischer Herkunft sind. Kohlenhydrate sollten auf ein Minimum reduziert werden (Fertigfutter Rohfaser ca. 5%) bzw. Aus Gemüse und Früchten stammen. So beugen wir anderen Verschiebungen des Magen-Darm-Trakts vor und haben bereits für Ballaststoffe gesorgt, welche für das Mikrobiom im Darm wichtig sind. Denn zu viel Faseranteil vermindert die Bioverfügbarkeit der Nahrung. Hat Katze oder Hund eine Pankreasinsuffizienz wird der Fettbedarf oft runter geschraubt, dies macht auch Sinn, gerade zu Beginn der Nahrungsanpassung. Wird ausgeglichen ernährt und eben auch natürlich, kann der Fettbedarf gut auf Normalbedarf gesetzt werden.

Dies bedeutet in Futtervolumen: Eine proteinreiche Nahrung mit wenig Kohlehydraten und moderatem Fett. Oder wer es lieber in Kalorien aufteilt: In Futter-Kalorienverteilung: ca. 44% der Kalorien (nicht Futtervolumen!) sollten von Protein stammen, ca. 52% von Fett und 4% der Kcal von Kohlehydraten.

Entgegen vielen Thesen wird immer wieder bestätigt, dass eine alleinige, erhöhte Aufnahme von Fett in der Nahrung von Katze und Hund, eine Pankreatitis nicht fördert. Bei Büsis und Hunden gibt es also keine Benachteiligung von hohen Fettanteilen im Futter solange folgende Formel nicht überschritten wird: 10g/ Kg Körpermasse/Tag.

Regelmässige körperliche Auslastung und Beschäftigung im Mass sind ebenso wichtig für die Gesunderhaltung des Systems. Beim Hund gilt hier die Faustregel 30 Minuten Gehen pro Tag.

Die psychischen und ganzheitlichen Komponenten sollten natürlich auch miteinbezogen werden. Das Pankreas, welches körperlich gesehen zusammen mit dem Solarplexus die Lebensenergie aufnimmt und diese an Organsysteme weiterleitet für Selbstschutz und emotionale Kommunikation. Der (Milz-)Pankreasmeridian verarbeitet und verteilt Mitgefühl, Zuwendung, Fürsorge, Geborgenheit, Genügsamkeit, Zufriedenheit, Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstachtung im ganzen System von Tier und Mensch und macht diese Gefühle spürbar. 

Zuviel oder zu wenig dieser Gefühle können also auch zu einer körperlichen Blockade führen. Das Pakreas zeigt also auf der körperlichen Ebne, dass da emotional etwas schief läuft.

Bei einer emotionalen Blockade in diesem Bereich kann also auch der Körper entsprechend erkranken und auf der anderen Seite kann eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse auch eine Blockade in diesem Bereich anzeigen.

So ist für Tiere mit Pankreasschwächen, die ich bisher kennen gelernt habe auch immer ein direkter Bezug zum Solarplexus und Milz-Pankreas-Meridian Thema da. 

Das Schutzbedürfnis dieser Tiere ist sehr hoch, sie suchen erzieherische Grenzen und scheinen sich selbst nicht gut zu spüren. Kommunikation mit Artgenossen ist entweder überfreudig-unsicher oder sie bleiben starr und stur bereits in jungem alter. Sie kuscheln gar nicht gerne oder so sehr, dass es Mensch schon zu viel wird. Bei Angst v.a. versuchen sie quasi „in Besitzer rein zu kriechen“.

Die grösste Aufgabe des (Milz-)Pankreasmeridians ist die Stärkung des Immunsystems. Im emotionalen Bereich geht es hier also auch darum, ein gesundes Umfeld zu schaffen. Gesunde Kontakte, was gerade in der heutigen Hundehaltung oft nicht funktioniert. Hund muss ja mit jedem anderen Hund auskommen, muss selbst Kontakte regeln, soll für Goozies alles machen und darf sich nicht seiner Art entsprechend ausdrücken (z.B. Knurren, ausweichen, sich verweigern, jagen...)

Die Frage ist hier also, wo wird das Tier unterdrückt, unterschätzt, klein gemacht? Wo werden zu viel, zu wenig oder für Katze/ Hund unverständliche Grenzen gesetzt? Wo werden Dinge verlangt, die nicht der Tierart entsprechen?

Und ja, ich habe es bisher noch nie erlebt, dass irgend eine Pankreaserkrankung nicht mit oben genannten Themen zusammen hängt. Milz-Pankreas-Meridian und Solarplexus stellen unsere Körpermitte dar. Die Körpermitte zeigt auch ob wir mit uns im reinen und ausgeglichen sind. Ein enorm grosses, cooles Lernfeld welches noch eine Frage in sich trägt die viel zu wenig Aufmerksamkeit erhält in diesem Kontext (von medizinischer Seite): Bist du als Halter*in in deiner Mitte? Handelst du nach deinem besten Wissen, Gewissen und nach deiner Überzeugung oder machst du was irgend ein Katzen-/Hundetrainer dir sagt, obwohl es dir wiederstrebt... dein Bauch dir sagt du sollst es nicht tun? JA dieses Bauchgefühl oder medizinisch: das enterische Nervensystem, diese Intuition ist Teil des Solarplexus und Milz-Pankreasmeridians! 

Grüsse zum Neumond


Jean de Carvalho

 





Samstag, 21. Mai 2022

Jade & Nika beim Spiel ums Casa-Colina

 Die zwei jüngsten aus meiner Meute durften Zweisamkeit geniessen rund ums Haus herum.


Nika (rechts) kommt angehüpft...

Jade (links) gibt zu verstehen, dass Nika zu wild war.

Nika links, Jade rechts

Nika stink frech über Jade (rechts)


links Nika (fast 2 Jahre), rechts Jade (fast 6 Jahre)


Nika (links) beschnüffelt den Tannenzapfen, den Jade trägt

links Nika, rechts Jade mit Tannenzapfen im Fang

links Nika, rechts Jade

links Nika und rechts die fliegende Jade

links Jade bereit für den Angriff, rechts Nika

links Jade, rechts kommt Nika angerannt

links Nika, Kopf am Boden Jade...

links Nika, rechts Jade

links Nika, rechts Jade

links Jade und rechts Nika

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Tier-Gesundheitspraxis, Tierheilpraxis, Tier - Kinesiologie, Tier - Mykotherapie und ganzheitliche Ernährungsberatung (Katze + Hund) In der ganzen deutschsprachigen Schweiz. Mühleboden 1, 6114 Steinhuserberg, Luzern

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